Strom über mehrere Standorte
Je mehr Standorte ein Unternehmen hat, desto größer ist meist die Streuung: unterschiedliche Lieferanten, unterschiedliche Laufzeiten, unterschiedliche Preise — und keine Stelle, die das Ganze steuert.
Das typische Bild
Ein mittelständisches Unternehmen mit zwölf Standorten hat oft sieben Lieferverträge aus fünf Jahren, drei davon in automatischer Verlängerung. Die Erzeugungsanlage auf dem Werksdach läuft über einen eigenen Direktvermarkter, der von den Verbrauchsstandorten nichts weiß. Optimiert wird nirgends, weil niemand alle Daten hat.
Was eine gemeinsame Bilanz ändert
- Ein Vertrag, ein Bilanzkreis, eine Rechnung. Alle Lieferstellen und alle Anlagen laufen über dieselbe Stelle.
- Bündelrabatt. Ab fünf Lieferstellen sinkt der Monatspreis je Lieferstelle um 8 Prozent, ab zehn um 15, ab zwanzig um 20 und ab fünfzig um 30 Prozent.
- Optimierung über alles. Speicher und verschiebbare Verbraucher werden gegen einen gemeinsamen Fahrplan gefahren, nicht je Standort für sich.
- Ortsunabhängiger Eigenverbrauch. Überschuss an einem Standort deckt bilanziell den Bedarf an einem anderen.
Was Sie dafür brauchen
- mindestens zwei Standorte, an denen erzeugt oder verbraucht wird
- viertelstündliche Messung an den relevanten Stellen — bei RLM vorhanden, bei SLP rechnen wir mit Standardlastprofilen
- eine Übersicht der laufenden Verträge mit Laufzeit und Kündigungsfrist; Standorte können nacheinander überführt werden, ein Stichtag für alle ist nicht nötig
Der Weg dorthin dauert länger als der Wechsel
Der reine Lieferantenwechsel ist Routine. Was Zeit kostet, sind Kündigungsfristen: Sie liegen im Markt zwischen einem und vierundzwanzig Monaten und enden häufig zum Jahres- oder Quartalswechsel. Deshalb beginnt ein Verbundprojekt sinnvollerweise mit einer Bestandsaufnahme der Fristen — und läuft dann in Wellen.
Verbundwerk — das Produkt für den Mehrstandortbetrieb: gemeinsame Energiebilanz, ein Vertrag, Bündelrabatt und Optimierung über alle Standorte.